Eine Führungskraft muss ihre
Mitarbeiter in die Verantwortung nehmen, andernfalls zeugt dies von
Führungsschwäche.
Roland Jäger schreibt Klartext: Aus
seinem Erfahrungsschatz als Unternehmensberater, Trainer und Coach
identifiziert er zehn unbequeme Wahrheiten, denen sich jede Führungskraft
stellen muss. Provokative Thesen: Führungsbedürftige Mitarbeiter verdienen
kein Lob, sondern Kontrolle. Nachsichtige Chefs zeigen keine Größe, sondern
verschwenden Geld. Inkonsequente Chefs verdienen kein Vertrauen, sondern
Entmachtung. Kurzweilig und unterhaltsam erläutert Jäger, weshalb gängige
Führungsprinzipien zu hinterfragen sind. Warum etwa soll ein Chef alle
Mitarbeiter gleich behandeln?
Roland Jäger beschreibt dann aus
eigener Erfahrung in seinem Buch eine Vielzahl von möglichen Situationen an
virtuellen Arbeitsplätzen: So muss sich zum Beispiel der Chef Rolf Messerknecht
mit Edelgard Dennewitz und Susanne Bergmann auseinander setzen und – ganz
entgegen seinem Naturell – eine tragfähige Lösung für einen zunehmend
problematischen Umgang miteinander finden. Diese Namen sind rein fiktiv und
auch das Unternehmen verfremdet. Gleichwohl fällt es dem Leser leicht, sich in
ein solches Setting hinein zu denken und gleichzeitig seine eigene Erfahrungen
als Führer oder Geführter zu übertragen. Sein Plädoyer: Schonzeit gibt es keine. Leistung bringt, wer fordert und gefordert wird. Die Situationsbeschreibungen werden
stets mit einer Analyse der Gegebenheiten samt konkreten Ratschlägen verbunden,
wobei der Autor sehr persönlich in der Ich-Form zum Leser spricht. Eingebettet
in solche beruflichen Begebenheiten thematisiert der Autor dann ausführlich
seine Kernthesen, die zuweilen etwas gar provokativ sind und zuweilen in deren
Absolutheit hinterfragt werden müssen, aber stets überlegenswert sind und neue
Perspektiven und Sichtweisen eröffnen.
Der potentielle Leser
kann sich selbst ein Bild davon machen, ob er mit dem Gesagten übereinstimmt
oder sich zumindest einer kontroversen Diskussion stellen möchte.
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